Förderung für Existenzgründer

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Der Staat stellt zahlreiche Mittel und Wege für die Existenzgründung Förderung zur Verfügung. Doch angesichts der mehr als 2000 Förderprogramme erscheint es zunächst schwierig, genau jene herauszufinden, die für die eigene Unternehmung infrage kommen. Wir zeigen Dir, welche Arten der Förderung es gibt und woher Du sie bekommst!

Arten der Förderung

Grundsätzlich gibt es vier Arten der Förderung:

  • Zuschüsse für Existenzgründer
  • Förderkredite
  • Beteiligungs- und Risikokapital
  • Bürgschaften

Zuschüsse sind Geldleistungen, die Existenzgründer für einen bestimmten Zweck erhalten. Ihr Vorteil: Du musst sie nicht zurückzahlen. Das Gegenteil ist bei Krediten der Fall. Zwar musst Du sie zurückzahlen, doch kommen Förderkredite mit sehr attraktiven Konditionen wie niedrige Zinsen und tilgungsfreie Anlaufzeiten.

Beteiligungs- und Risikokapital ist weniger ein klassisches Fördermittel, wird vom Staat aber auch zur Förderung von Start-ups verwendet. Bei Bürgschaften geht es ebenfalls um die Kreditvergabe. Eine Bürgschaftsbank bürgt für Dein Vorhaben, was die Kreditaufnahme erleichtert.

Startschuss mit Zuschuss für Existenzgründer

Zuschüsse vom Staat sind stets an einen bestimmten Zweck gebunden. Je nach Art des Zuschusses ist dessen Auszahlung also mit bestimmten Voraussetzungen verknüpft, die Du zur Förderung der Selbstständigkeit erfüllen musst. Auch stellen Zuschüsse wegen ihrer vergleichsweise geringen Höhe nur einen Teil der Finanzierung dar. Ein typisches Beispiel ist der Gründungszuschuss bei einer Gründung aus der Arbeitslosigkeit heraus. Wird dieser Zuschuss bewilligt, gibt es über mehrere Monate hinweg Zahlungen, mit deren Hilfe Du deinen Lebensunterhalt decken kannst.

Bist Du dir in Bezug auf Deine Existenzgründung noch nicht in allen Dingen sicher, kannst Du fachmännischen Rat hinzuziehen. Mit Zuschüssen für Gründungsberatung weißt Du auch gleich, wie Du den Berater bezahlen kannst, denn die entsprechenden Förderprogramme übernehmen die Kosten für Gründungsberatung.

Praktischerweise kann Dich der Berater auch gleich darin unterstützen, weitere Fördermittel für Dich ausfindig zu machen. Daneben gibt es auch Zuschüsse für Gründer aus der Hochschule für Studenten, Absolventen und wissenschaftliche Mitarbeiter. Damit kannst Du die Gründung gleich aus der Universität oder Fachhochschule heraus in die Wege leiten.

Förderkredite zur Existenzgründung

Während die Existenzgründung Förderung den meisten Geschäftsbanken mit einem zu hohen Risiko verbunden ist, haben sich Förderbanken genau darauf spezialisiert. Förderkredite dienen der Finanzierung von Betriebsmitteln und Investitionen und bieten Dir sehr günstige Konditionen. Typischerweise liegen die Zinssätze bei Förderkrediten sehr niedrig und meist wird Dir eine tilgungsfreie Zeit gewährt, um die Kapitalkosten in der Anfangsphase möglichst gering zu halten.

Da die Förderbanken kein eigenes Filialnetz unterhalten, kannst Du Förderkredite direkt bei Deiner Hausbank beantragen. Ganz wichtig ist der Zeitpunkt: Du musst Förderkredite immer vor Beginn der Maßnahme beantragen. Wichtigster Ansprechpartner ist die KfW-Bank, die beispielsweise bundesweit ihren Gründerkredit vergibt.

Aber auch die einzelnen Länder verfügen über Förderbanken, deren Angebote Du prüfen solltest. Je mehr Alternativen, desto besser. Denke aber daran, dass Du Förderkredite stets zurückzahlen und Tilgung und Zins in Deinem Finanzplan entsprechend berücksichtigen musst.

Mehr Kreditsicherheit per Bürgschaft

Als Gründer stehen dir keine soliden Zahlen zu den Finanzen und auch kein betriebliches Vermögen zur Verfügung, mit deren Hilfe Du Banken von einer Kreditvergabe überzeugen könntest. Reichen auch die persönliche Sicherheiten nicht aus, bleibt noch die Bürgschaftsbank. Deren Aufgabe besteht darin, Bürgschaften an Existenzgründer, Selbstständige und Unternehmen zu vergeben.

Sie übernimmt damit das Ausfallrisiko, was Deine Chancen bei der Bank erheblich verbessert. Wenn Du bereits einen Kredit bei der Hausbank beantragt hast und Dir nur die Sicherheiten fehlen, kann die Bürgschaftsbank den Antrag für Dich übernehmen. Du kannst Dich aber auch direkt an die Bürgschaftsbank wenden und dort zuerst die Bürgschaft beantragen, mit deren Hilfe Du dich anschließend auf die Suche nach einem geeigneten Angebot bei den Geschäftsbanken machst.

Beteiligungs- und Risikokapital

Je risikoreicher Dein Geschäftsmodell, desto geringer die Chancen auf eine Kreditfinanzierung. Es gibt jedoch Förderprogramme, die auf die Vergabe von Eigenkapital ausgerichtet sind. Typische Beispiele hierfür sind der High-Tech-Gründerfonds und Beteiligungsgesellschaften, die an die Förderbanken der Länder angeschlossen sind.